Keine Photovoltaikanlagen auf Ackerland, solange es genügend Alternativen gibt


Flächen für PV-Anlagen sinnvoll auswählen


In unseren Augen sind PV-Anlagen auf Flächen sinnvoll, wo weder Mensch noch Natur beeinträchtigt sind. Studien belegen, dass alternative Flächen ohne nennenswerte Inanspruchnahme von Ackerland mehr als ausreichend für PV-Anlagen zur Verfügung stehen.


Das sind zum Beispiel Flächen an vorbelasteten Stellen entlang von Autobahnen, Schnellstraßen oder Bahntrassen. Auch Brachland sowie Flächen auf Mülldeponien oder alten Kiesgruben würden sich eignen.


Bis jetzt ungenutzt ist auch ein enormes Potential an Gebäude- und Dachflächen. So vor allem Dachflächen in Großstädten und auf Industrie- oder Gewerbegebäuden. Hier könnte außerdem ein großer Teil des gewonnenen Stroms direkt vor Ort verbraucht werden. Dadurch wäre ein großes Problem erneuerbarer Energien, die Überlastung unserer Stromnetze, stark verringert.


Weitere Beispiele sind Parkplatzüberdachungen (siehe hier die Firma Dehner in Heidenheim) und Lärmschutzwände an Autobahnen, PV-Dachziegel, PV-Dachfolien, Module für Fassaden, Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) mit PV, opake und transparente PV-Isoliergläser oder auch schwimmende Systeme auf den inzwischen gefluteten Braunkohleabbaugebieten.


All diese Flächen werden wohl bisher nur deshalb eher zögerlich genutzt, weil sie für die Investoren nicht so lukrativ sind. Auch subventioniert die Politik die Nutzung dieser Flächen zu wenig. Aber Ackerland mit PV-Anlagen verbauen, nur weil dies einfacher und lukrativer ist?


Keine PV-Anlagen auf wertvollem Ackerland


Eine Freifläche von etwa 100 Fußballfeldern wird in Deutschland täglich zugebaut. Diese Tatsache wird in der Politik sehr bewusst als Problem wahrgenommen und die Regierungen der Länder sind auch bestrebt, hier Einhalt zu gebieten. Die  Bebauung von Freiflächen mit PV-Anlagen ist deshalb in den meisten Bundesländern auch nicht möglich. Nur Baden-Württemberg, Bayern, das Saarland und Hessen erlauben dies.


Auf den Küpfendorfer Äckern, die mit der PV-Anlage bebaut werden sollen, könnten pro Jahr etwa 100 Tonnen Getreide geerntet werden. Wir importieren immer mehr Nahrungsmittel aus dem Ausland. Das macht uns zum einen von anderen Ländern abhängig und zum anderen stellt der Transport von Lebensmitteln über weite Entfernungen auch eine große ökologische Belastung dar (u.a. CO2 Ausstoß).


Fällt immer mehr landwirtschaftliche Fläche weg, müssen zur Erzeugung der gleichen Menge Nahrungsmittel, die verbleibenden Flächen immer intensiver bewirtschaftet werden. Das bedeutet immer mehr Einsatz von Kunstdünger, Flüssigmist, Insektiziden und Pestiziden. Dadurch werden Boden und Grundwasser immer mehr belastet. Eine ökologische Wende in der Landwirtschaft wird mit der immer geringer werdenden Fläche immer schwieriger.


(siehe zu diesem Punkt auch die entsprechenden Links)

© Solarpark? Nein danke! Bürgerinitiative Küpfendorf