Ehrliche Antworten auf die Argumente der Befürworter


Durch PV-Anlagen wird CO2 eingespart


Die Vermeidung von Klimagiften wie CO2 ist eines der wichtigsten Ziele im Rahmen der Klimawende.

Bei der Erzeugung von Strom durch regenerative Energien wird gegenüber konventionellen Kraftwerken CO2 eingespart. So wird angegeben, dass die im Vergleich zu Küpfendorf etwas kleinere PV-Anlage in Königsbronn-Ochsenberg mit 10MWp 7000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeidet.


Interessant sind in diesem Zusammenhang folgende Zahlen:


> Bei einem Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen könnten 1-2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden! Bei einem Tempolimit von 120km/h sogar 2-3,5 Millionen Tonnen. (Bund, 2019)


> Würde der Fleischkonsum in Deutschland halbiert, könnten 14 Millionen (!) Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden – und noch dazu große Mengen an  Methangas, das etwa 28 x schädlicher fürs Klima ist als CO2. (Zeit, 2019)


> Und noch ein kurzer Blick auf die Flugreisen, mit nur einem Beispiel:

1 Hin- und Rückflug nach Mallorca erzeugt 1 Tonne CO2 (und pro Jahr sind es auf Mallorca allein 4,9 Millionen deutsche Urlauber!)


Diese Zahlen machen deutlich, wo und wie CO2 deutlich effektiver eingespart werden könnte. Zieht man weiter in Betracht, dass die Solarmodule meist aus China kommen und auch wieder aufwändig entsorgt werden müssen, sieht die CO2-Bilanz von PV-Anlagen immer weniger vorbildlich aus.


Blühstreifen/Biotope unter PV-Modulen


Sollen wir wirklich alle oben genannten Nachteile einer auf Freiflächen/Ackerland errichteten PV-Anlage in Kauf nehmen, nur um wieder Blühstreifen, Vogelschutzhecken und kleine Biotope zu haben?


Natürlich sollten solche „Naturflächen“ dringend vermehrt geschaffen werden. Allerdings sind sie auch ohne PV-Anlage möglich – wie man bereits jetzt schon in Küpfendorf sehen kann, und für 2020 sind hier noch weitere Flächen geplant.


(siehe zu diesen Punkten auch die entsprechenden Links)


Biogas und ausufernder Maisanbau


...und der NABU liegt falsch.... nicht auf einem erheblichen Teil, sondern nur auf einem geringen Teil der Fläche für die geplante PV-Anlage wächst Mais für Biogas. Auf dem größten Teil der Flächen werden Nahrungs- und Futtermittel angebaut.


Aber es wird doch auch gesagt, dass Solarenergie effektiver als Biogas ist?


Das stimmt nur zum Teil. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, denn Biogas ist eine vollständig andere Technik und ein unverzichtbarer Teil im Strommix. Den brauchen wir, um das Stromnetz zu stabilisieren und um Strom zu haben, wenn Wind und Sonne nichts liefern, z.B. bei Nacht, Nebel und Windstille. Das wird bei dieser Diskussion gerne weggelassen!


Generell sollte die Biogaserzeugung aber erst nach der Lebensmittelerzeugung kommen. Auch hier setzen Subventionen falsche Anreize.


Biogas ist dann sinnvoll, wenn hierbei sowieso anfallender Grünschnitt, Bioabfällen aus der Biotonne usw. verwendet werden. Im Kreis Heidenheim ist eine solche Anlage geplant, im Rhein-Neckar-Kreis funktioniert die schon seit vielen Jahren. Dort ist die Biotonne deswegen sogar kostenlos.

© Solarpark? Nein danke! Bürgerinitiative Küpfendorf